Wie kann man den inneren Schweinehund überlisten?

Wie viele andere Autoren auch, kämpfe ich oft mit dem inneren Schweinehund, der mir ständig ins Ohr flüstert, was ich gerade alles verpasse, wenn ich von der Umwelt abgeschottet an meinem PC sitze und schreibe.
Sobald ich nur die Idee habe, ein neues Buch zu schreiben, wird er wach und fängt an, mich mit lautem Getöse abzulenken. Und so wird die Liste mit geplanten Buchprojekten immer länger, aber das Manuskript bleibt leer.
Jetzt habe ich den inneren Schweinehund eingesperrt und ihn ausgetrickst.
In den nächsten Tagen erscheint ein neues Buch von mir - nicht unter dem Pseudonym Marcella Montreux - und an diesem Buch habe ich absolut diszipliniert gearbeitet und es hat funktioniert.
Am Anfang habe ich das Datum festgelegt, an dem es fertig werden sollte.
Dann habe ich den Umfang festgelegt und die benötigte Wortzahl durch die Tage, die bis zum "Abgabetermin" blieben, geteilt.
So wusste ich, wie viele Wörter ich pro Tag schreiben muss.
"Abgerechnet" habe ich jeden Sonntag, weil ich mir so einen Jokertag einbauen konnte.
Viele kenne es aus anderen Bereichen. Man nimmt sich vor, jeden Tag joggen zu gehen und das klappt auch, bis es dann eines Tages in Strömen regnet. Also bleibt man zu Hause und am nächsten Tag fällt es schwer, wieder in den Rhythmus zu kommen und schon fängt der Schlendrian an.
Mit dem "Jokertag" hatte ich immer die Möglichkeit, an einem Tag weniger zu schreiben, habe mir durch den Sonntag allerdings ein Sicherheitsnetz eingebaut, um gar nicht erst dem Schlendrian zu verfallen und den inneren Schweinehund auf Trab zu halten.
Das hat wunderbar funktioniert und das Buch ist exakt zum Termin fertig geworden.
Mir hat dieser Plan sehr geholfen, vielleicht hilft er Ihnen auch.