Sex sells – wird von Amazon aber aus der Bestsellerliste geworfen

Wie Johannes von lesen.net heute berichtet, hat Amazon die Kindle-Bestsellerliste aufgeräumt und Erotiktitel rausgeschmissen. So findet man z.B. Shades of Grey und die Crossfire-Serie jetzt nur noch in der Bestsellerliste der Erotikkategorie, aber nicht mehr auf der allgemeinen Amazon Bestsellerliste.
Johannes vermutet, dass Amazon aufgeräumt hat, nach dem der dritte Teil von Sylvia Days Crossfire-Reihe "Erfüllung" nur wenige Tage nach dem Verkaufsstart gestern auf Platz 1 der Bestsellerliste geschossen ist.
Ein Erotikbuch auf Platz 1 der Kindle-Bestsellerliste? Das war Amazon dann wohl doch unheimlich.
Noch hat Amazon nicht in ganzer Konsequenz aufgeräumt und so findet man z.B. "Fesselnde Liebe" nach wie vor auf den vorderen Bestsellerrängen bei Amazon. Dieses Buch ist allerdings auch offiziell in der Kategorie "Liebesromane" gelistet, so dass Amazon möglicherweise entgangen ist, dass es sich um ein Werk handelt, das eigentlich der Erotik zugeordnet werden müsste.

Ohnehin sind Erotik Indie-Autoren nie auf den offiziellen Amazon-Bestsellerlisten gelandet.
Dieses Privileg hatten nur Verlagsbücher.
Für Erotik gab es nur den Verkaufsrang innerhalb der Erotikkategorie, nicht innerhalb der gesamten Amazon Plattform.
Einzig durch den "Trick", den Katelyn Faith, die Autorin von "Fesselnde Liebe" anwendet, konnte man sein Buch in die Charts bringen, indem man eine andere Kategorie als Erotik gewählt hat.

Bei den Printbüchern hat Amazon noch nicht durchgegriffen, aber das kann sich möglicherweise auch noch ändern. Aktuell steht Crossfire Band 3 auf Platz 2 der Amazon Bestsellerliste und gleich drei Titel der Shades of Grey Serie stehen unter den Top 10 auf der Amazon Bestsellerliste.

Ich würde es sehr viel sinnvoller finden, wenn Amazon erst einmal die Erotikkategorie aufräumen würde.
Dort tummeln sich Titel der übelsten Sorte, die mir die Haare zu Berge stehen lassen und einen Würgereiz auslösen.
Hardcore-Pornografie vom Feinsten- damit hat Amazon offensichtlich kein Problem, aber "saubere" Erotik wie Shades of Grey fliegt aus den Charts? Das soll einer verstehen.