eBooks sind (noch) kein Produkt für die Masse, aber es geht aufwärts!

2011 meldete Amazon.com, dass in den USA mehr eBooks als Taschenbücher verkauft worden sind.
In Deutschland sind wir von diesen Verhältnissen noch weit entfernt.
Laut Berechnungen der GfK Panel Services lag der Anteil von E-Books am gesamten deutschen Buchumsatz im Jahr 2010 bei nur 0,5 Prozent und erreichte ein Volumen von 21 Millionen Euro.
Ca. 540.000 Käufer kauften rund zwei Millionen Titel, wobei der typische E-Book Kunde männlich und im Alter zwischen 30 und 49 Jahren ist. Bei den Genres zeigt sich ein hoher Anteil an Belletristik, die knapp 60 Prozent aller bezahlten E-Books ausmacht, während ihr Umsatzanteil unter gedruckten Büchern nur 48 Prozent beträgt. Auch Ratgeber erfreuen sich in E-Book Form mit einem Umsatzanteil von 24 Prozent im Vergleich zu 15 Prozent bei gedruckten Ausgaben höherer Beliebtheit. Kinder- und Jugendbücher sowie Reiseliteratur sind hingegen als E-Book-Variante deutlich weniger gefragt.

E-Books sind in Deutschland mittlerweile sehr bekannt. Im Januar 2011 bekundeten 62 Prozent der Deutschen mit einem Alter über zehn Jahren, dass sie bereits von E-Books gehört haben. Dies entspricht rund 39,5 Millionen Personen. Ein Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 49 Prozent und im Jahr 2009 sogar nur bei 35 Prozent. Allerdings sagen aktuell 54 Prozent der Deutschen, dass sie von E-Books zwar gehört haben, sie aber nicht oder nur wenig gut darüber informiert sind. Selbst unter den Käufern der E-Books fühlt sich knapp die Hälfte nicht gut informiert.

Das Potenzial für E-Books steigt derzeit deutlich und dürfte sich mit einer Ausweitung des Angebots an deutschen Titeln noch intensivieren. Aktuell sind rund neun Millionen Deutsche an E-Books interessiert. Im Vorjahr lag der Wert noch bei rund sieben Millionen. Aus Sicht der Verbraucher, die bereits von E-Books gehört haben, bieten die elektronischen Varianten eine Reihe von Vorteilen. So halten knapp 60 Prozent E-Books für umweltfreundlicher als gedruckte Bücher und 56 Prozent denken, dass E-Books günstiger angeboten werden können. Für knapp die Hälfte der Befragten wären sie eine Lösung für Platzprobleme in der eigenen Wohnung und 40 Prozent halten sie für modern und die neue Art des Lesens. Zu einer echten Konkurrenz für gedruckte Bücher werden sich die elektronischen Varianten allerdings in absehbarer Zeit nicht entwickeln. Aktuell bekunden 78 Prozent der Deutschen, dass sie Bücher nicht auf einem Bildschirm oder Display lesen wollen. Doch auch hier zeigen sich Potenziale für die elektronischen Varianten: im Jahr 2009 lehnten noch 83 Prozent das Bücherlesen am Bildschirm ab.

Via: GfK