eBooks kostenlos übersetzen lassen – gegen Beteiligung

Die Plattform babelcube hat sich zum Ziel gesetzt, Autoren und Übersetzer zusammenzubringen und eine win-win Situation zu schaffen.
Die Übersetzer sollen gegen Gewinnbeteiligung übersetzen, so dass den Autoren vorab keine Kosten für die Übersetzung entstehen. Verkauft sich das übersetzte Buch, erhält der Übersetzer eine prozentuale Beteiligung an den Tantiemen.
Noch ist die Plattform nicht scharf geschaltet, sammelt aber schon Autoren und Übersetzer ein, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben.

So gut sich die Idee auch anhört, noch bin ich skeptisch.
Für Autoren ist das Risiko gering, für Übersetzer dafür sehr hoch.
Ein guter Übersetzer wird sich nur die Perlen herauspicken, wenn er überhaupt seine Dienste auf der Plattform zur Verfügung stellt.
Ich habe die Befürchtung, dass sich einige berufen fühlen, als Übersetzer tätig zu werden, auch wenn sie dafür nicht qualifiziert sind.
Der Autor hat wenig Kontrolle, was der Übersetzer aus seinem Buch gemacht hat, es sei denn, er lässt es sicherheitshalber lektorieren.
Das nächste Problem, das anstehen könnte: Was wenn der deutsche Markt von übersetzten US-Büchern überschwemmt wird?
Aber ich will nicht unken. Vielleicht gelingt es den Plattformbetreibern tatsächlich eine win-win Situation zu schaffen, von der alle profitieren können.