Der Eiertanz oder wie geht man mit Rezensenten um?

Ich muss heute einmal meinem Unmut Luft machen.
Für "Ich will nur seinen Körper" habe ich vor ein paar Tagen eine 3 Sterne Bewertung kassiert.
Ich bin schon beim Text gestolpert, denn in der Rezi steht: Alles in allem eine gelungene erotische Kurzgeschichte.
Gelungen würde ich jetzt nicht mit 3 Sternen bewerten, aber okay.
Bewertungen sind subjektiv und wenn es für den Rezensenten eine gelungene Story ist, aber trotzdem nur für 3 Sterne reicht, muss ich damit leben.

Dann aber habe ich mich wirklich geärgert, denn kurz danach flatterte eine Mail des Rezensenten ein:
Die erotischen Beschreibungen sind erstklassig, davon bekommt schon Gefühle.

Dann wollte er von mir Tipps haben, wie er seine Kurzgeschichte bei Amazon besser positioniert.
Sorry?! Meine Geschichte schießt er mit seiner Bewertung nach hinten und dann soll ich auch noch Tipps geben?

Und der Clou zum Abschluß:
Bist du im normalen Leben auch so scharf?

Das sorry! kotzt mich richtig an!
Werden Krimiautoren auch gefragt, ob sich die Leichen in ihrem Keller türmen?
Er ist nicht der erste, der Mails mit Fragen dieser Art schreibt und ich frage mich wirklich, wie man(n) darauf kommt, solche Fragen zu stellen?
Das sind Geschichten, keine Autobiografien!

Mein nächstes Pseudonym wird männlich - anders scheint es im Erotikbereich nicht zu gehen!

Ich wusste nicht, ob und wenn ja wie ich reagieren soll, habe mich dann aber für die Wahrheit entschieden und ihm geschrieben, dass ich einigermaßen verwundert über seine 3 Sterne Bewertung war ( im Zusammenhang mit dem was er schreibt.)
Und dass ich keine authentischen Geschichten schreibe und im wirklichen Leben so normal bin, wie Krimiautoren, deren Bücher mit Leichen gepflastert sind.

Und dann kam gleich die nächste Mail:
Bei den drei Sternen habe ich nicht nachgedacht, also es sollten fünf sein.

Wenn Rezensenten nicht nachdenken, bevor sie auf den Knopf drücken ist das ziemlich ärgerlich für die Autoren.