Amazon Author Central Pseudonym anlegen – so geht es!

Einige Autoren bei Amazon schreiben unter mehreren Pseudonymen und auch ich habe mir die Frage gestellt, wie ich bei Amazon Author Central ein weiteres Pseudonym anlegen kann.
Leider war der Hilfetext von Amazon nicht besonders hilfreich:
Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben, klicken Sie teilen Sie uns dieses mit unter der Überschrift "Haben Sie ein Pseudonym?". Teilen Sie uns anschließend Ihr Pseudonym mit, wir werden den Verlag kontaktieren, um Sie als Autor zu bestätigen.
Nur leider findet man diese Überschrift auf den ersten Blick nicht.
Trotzdem funktioniert es und zwar so:

1. Loggen Sie sich in Author Central ein (https://authorcentral.amazon.de).
2. Klicken Sie auf den Karteireiter „Bücher“.
3. Klicken Sie auf den Schaltknopf „Mehr Bücher hinzufügen“, der unter der Überschrift „Fehlt uns ein Buch?“ zu finden ist.
4. Suchen Sie die Bücher nach Autorenname, Titel oder ISBN.

Jetzt öffnet sich ein Fenster:
Sie sind nicht als Autor dieses Buches aufgelistet
Pseudonym_Amazon2

Den Namen habe ich ausgeixt - an dieser Stelle steht dann Ihr zweiter Autorenname.
Jetzt klicken Sie auf "Das bin ich" und es öffnet sich ein weiteres Fenster:
"Dies sieht nicht nach Ihrem Namen aus"

Pseudonym_Amazon1

Jetzt klicken Sie auf "Dies ist mein Pseudonym" und fertig ist die neue Autorenseite.

Wenn Sie die Seiten in Amazon Central verwalten wollen, können Sie nun zwischen den Autorennamen wechseln. Oben rechts steht " Hallo xxxx" - mit einem Klick darauf öffnen Sie die anderen Pseudonyme.

Erotische Geschichten werden gerne online gelesen

Am 06. Februar 2012 ist mein Sammelband Erotische Frauenfantasien als Kindle eBook online gegangen.
Am 30. Mai 2012 erschien dann die Printversion.
Nach knapp einem Jahr ziehe ich ein interessantes Ré­su­mé:
94% der Käufer haben sich für die eBook-Variante entschieden, nur 6% haben die Printversion gekauft.
Nun könnte man argumentieren, dass die Printversion teurer ist und die Leser sich für die günstigere Variante entscheiden.

Nun habe ich aber unter einem anderen Namen ein (unerotisches) Sachbuch herausgebracht, bei dem es natürlich auch eine Preisdifferenz zwischen dem eBook und der Printversion gibt.
Hier sehen die Zahlen ganz deutlich anders aus. Zwar haben sich auch hier mehr Leser für die günstigere eBook Variante entschieden ( 56%), aber 44% haben die Printversion gekauft.
Am Preis alleine liegt es also nicht.

Es sieht also so aus, als würden Leser, die gerne erotische Geschichten lesen, diese Stories gerne online lesen.
Grundsätzlich ist das sicher auch nachvollziehbar: Nicht jeder möchte in der Bahn, am Strand oder im Cafe mit einem Buch sitzen, das ihn als Liebhaber der erotischen Literatur outet. Mit einem Kindle-Lesegerät ist das kein Problem. Kein Mensch sieht, was man da gerade liest.

Natürlich würde ich nach wie vor jedem raten, seine Stories, wenn sie umfangreich genug sind, auch als gedrucktes Buch herauszugeben. Auch wenn es bei mir nur 6% der Leser sind, die die Printversion bevorzugt haben, so ist in dem Jahr doch ein nettes Sümmchen zusammengekommen.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, einmal Danke an meine Leser zu sagen!

Erfahrung mit Xinxii – die Skepsis steigt wieder deutlich an!

Über meine Erfahrungen mit Xinxii hatte ich bereits berichtet und war in meinem ersten Artikel zu dem Schluß gekommen, dass Xinxii keine Plattform ist, die ich uneingeschränkt empfehlen würde.
Meine Skepsis wurde dann zwar zwischendurch wieder etwas besänftigt, aber so ganz warm sind Xinxii und ich dann doch bis heute nicht geworden.
Nun gibt es einen neuen Wermutstropfen, der erneut Öl ins Feuer gießt.
Bereits in meinem ersten Artikel habe ich mich darüber geärgert, dass die Amazon Verkaufszahlen erst nach dem 15. für den vergangenen Monat dargestellt werden. Tägliche Berichte, wie man sie von Amazon kennt, gibt es nicht. Darüber kann man sicher hinwegsehen.
Jetzt geht es jedoch um die Auszahlung.
Am 15.4 habe ich von Xinxii die Amazon Verkaufszahlen für den Monat März bekommen. Bei Amazon würde ich Ende Mai die entsprechende Überweisung auf dem Konto haben.
Bei Xinxii habe ich jedoch die Überweisung der März Provisionen bis heute nicht bekommen,weil die März Umsätze, die am 15.4. zwar gebucht werden, erst knapp einen Monat später freigegeben werden, so dass sie erst Mitte Mai angefordert werden können und dann erst einen Monat später - also Ende Juni - überwiesen werden.
So muss ich bei Xinxii also nicht nur auf einen relativ großen Teil der Provision verzichten, wenn ich über Xinxii bei Amazon einstelle - ich muss auch noch einen Monat länger auf mein Geld warten.

Nach wie vor kann ich also nur dazu raten, bei Amazon direkt einzustellen und keine Umwege zu gehen.

Alternativen zu Amazon KDP: Meine Erfahrungen mit Neobooks


Eigentlich ist Neobooks keine Alternative zu Amazon KDP, aber mir ist bewusst, dass eine Abhängigkeit von Amazon gefährlich werden kann und so wollte ich nach Alternativen suchen, um neben Amazon meine Bücher auch auf anderen Plattformen anzubieten.
Die erste Wahl fiel auf Neobooks.
Neobooks hat mir gefallen, weil sie eine kostenlose ISBN zur Verfügung stellen und die Bücher an die wichtigsten Händler – wie z.B. Apple iTunes, Thalia, Weltbild und andere ausliefern. Hinter Neobooks steht der Verlag Droemer Knaur und damit hatte Neobooks bei mir einen Vertrauensvorschuss.
Man kann Neobooks nutzen, um sich dort dem Wettbewerb zu stellen, oder um sein Werk über Neobooks an andere Händler ausliefern zu lassen. Der Wettbewerb interessiert mich nicht – mir ging es ausschließlich um die Auslieferung an Amazon und Apple.
Testen wollte ich Neobooks mit einer 0,99 Euro Kurzgeschichte, bei der ich sogar mehr Provision bekommen hätte, als bei Amazon direkt, nämlich 0,39 Euro statt 0,34 Euro, doch dazu ist es gar nicht gekommen.
Zugegeben, ich hatte vermutlich einen schlechten Termin gewählt, um mein Werk hochzuladen – den 26.12.2012.
Aber von Amazon verwöhnt, achte ich natürlich nicht auf Feiertage.
Als nach 5 Tagen keine Veränderung im Status erkennbar war, habe ich Neobooks angeschrieben und nachgefragt, wann ich mit einer Auslieferung rechnen könnte.
Die Antwort kam recht schnell und recht unprofessionell.
Angesprochen wurde ich als „Herr“ und in der Mail wurde ich recht zackig darüber aufgeklärt, dass im Forum nachzulesen war, dass neue Werke erst wieder ab dem 02. Januar ausgeliefert werden.
Das ist für einen Autor, der nur Amazon kennt, erst einmal eine Umstellung, aber durchaus nachvollziehbar. Ungewöhnlich ist sicher, dass ich diese Infos nur im Forum nachlesen kann – eine Forennutzung also offensichtlich vorausgesetzt wird.
Geduld gehört nicht zu meinen Stärken und Neobooks hat meine Grenze ziemlich ausgereizt, denn bis zum 10. Januar tat sich gar nichts.
Dann wurde es haarsträubend, denn am 10. Januar wurde ich aufgefordert, einen meiner beiden? Accounts zu löschen. Ich hatte jedoch nur einen Account und der zweite Account, von dem die Rede war, gehört einem anderen Nutzer, der bereits bei Neobooks publiziert hatte. Ein Nutzer, von dem man also auch die Daten hatte und der mit mir rein gar nichts zu tun hat. Wir tragen weder den gleichen Nachnamen, noch gibt es andere Überschneidungen, die dafür sprechen, dass sich hinter diesen beiden Accounts die gleiche Person versteckt.
Also musste ich wieder eine Mail an Neobooks schreiben und versichern, dass ich nur einen Account besitze.
Wieder gingen einige Tage ins Land.
Dann kam die nächste Mail mit dem Hinweis, dass das Werk von mir erneut bearbeitet und hochgeladen werden muss, da die Formatierung nicht korrekt sei.
In der Zwischenzeit waren fast drei Wochen vergangen und ich wollte das Risiko nicht eingehen, weitere drei Wochen zu warten, bis mein Buch dann endlich ausgeliefert wird. Also habe ich es direkt bei Amazon eingestellt und 24 Stunden später war es – ohne Änderungen in der Formatierung – online.

Der zweite Versuch

Nun hatte ich von anderen gehört, dass es bei Neobooks nach den Feiertagen einen Datenstau gegeben hatte und wollte Neobooks eine zweite Chance geben.
Mittlerweile schreibe ich unter mehreren Pseudonymen und so sollte das nächste Buch bei Neobooks landen.
Dieses Pseudonym hat für das Impressum eine andere eMailadresse, als die bei Neobooks hinterlegte eMailadresse und nun musste ich feststellen, dass es unmöglich ist, eine andere eMailadresse im Impressum unterzubringen, als die, unter der man bei Neobooks angemeldet ist.
Also habe ich wieder eine Mail an Neobooks geschrieben und erfahren, dass die eMailadresse nur von Neobooks geändert werden kann. Würde ich also bei Neobooks unter mehreren Pseudonymen veröffentlichen wollen, wird es schwierig. Bei Amazon gibt es da absolut keine Probleme.
Auch das Backend lässt sehr zu wünschen übrig. Ich muss Schritt-für-Schritt vorgehen, um mein Buch einzustellen. Jeder Autor handhabt das sicher anders. Manche wollen erst das Cover hochladen, um zu sehen, wie es aussieht, andere wollen zunächst den Text prüfen – bei Neobooks ist das unmöglich. Es ist zwingend erforderlich, erst einmal die Seite „Über den Autor“ – diesen Text habe ich als Amazon Autor gar nicht sofort parat – auszufüllen, bevor man dann zum nächsten Schritt kommt.
Auch das zeigt, wie unflexibel Neobooks im Vergleich zu Amazon ist.

Fazit
Ich hätte es gerne probiert, aber Neobooks ist unflexibel, unorganisiert und weit von der professionellen Amazonabwicklung entfernt.
Auch wenn ich ungern von Amazon abhängig bin – Neobooks ist für mich keine Alternative.

Update:
Sechs Monate später - der zweite Versuch und auch er ist gescheitert!

Erfolgreiches eBook: Das Cover entscheidet

Zugegeben, das alte Cover meines Titels "Jetzt wird geflirtet! 270 Anmachsprüche für Männer" war alles andere als ein Highlight und ich habe viel zu lange damit gewartet, ein neues Cover hochzuladen.
Nun hatte ich etwas Zeit und habe ein neues Cover entworfen, das auch noch nicht High End - aber in jedem Fall schon besser als das alte Cover - ist.
Vergangene Woche habe ich das Buch mit dem neuen Cover dann kostenlos angeboten und war erstaunt über die Downloadzahlen.
Das Buch mit dem "alten Cover" hatte ich bereits fünfmal kostenlos angeboten.
Die höchste Downloadzahl lag bei 387 Exemplaren, später dann wollte fast niemand mehr das Buch auch nur geschenkt haben und so lagen die Downloads bei der letzten "kostenlos-Aktion" bei frustierenden 20 Exemplaren.
Nun hatte ich dieses Buch ursprünglich online gestellt, um neben der Erotikkategorie weitere Kategorien bei Amazon zu erobern, insofern ging es mir nicht in erster Linie um den Verkauf, allerdings bringt es auch nichts, in neue Kategorien vorzudringen, wenn man dort nicht wahrgenommen wird.
Also habe ich mich doch einmal an das Cover gesetzt und habe das Buch dann mit dem neuen Cover am 25.2.2013 kostenlos angeboten.
Und siehe da: Mit dem neuen Cover wurde es insgesamt 604 x heruntergeladen - kein Vergleich zu den früheren Downloadzahlen mit dem "alten Cover".
Bei insgesamt fünf "kostenlos-Aktionen" wurde das Buch vorher im Durchschnitt 179x heruntergeladen.
Der erfreuliche Effekt: Auch nach der "kostenlos-Aktion" entwickeln sich die Verkäufe deutlich besser und so konnte ich den letzten beiden Februar Tagen mehr Bücher verkaufen, als in den vergangenen vier Monaten zusammen.
Nun wird dieses Buch kein Bestseller werden, den Anspruch hatte ich auch gar nicht, aber ich freue mich trotzdem über den zunehmenden Verkaufserfolg. Es lohnt sich also, an der Stellschraube zu drehen und Änderungen auszuprobieren, wenn die Verkäufe "klemmen".

Hier die beiden Cover im Vergleich:
Das "alte Cover":
Happy Valentine's Day

Hier das "neue Cover":
flirt