Wenn der Weihnachtsmann Schneewittchen vernascht…

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich über eine 1-Sterne Rezension amüsieren kann, aber Yippie-Ya-Yeah: auch das funktioniert und es setzt sogar einen Umdenkprozess in Gang.
Was ist passiert?
Vorgestern habe ich meine erotische Kurzgeschichte "In Schwung gekommen" zum kostenlosen Download angeboten und heute folgt eine empörte Rezension eines "Kostenlos-Saugers".
Die Story sei an den Haaren herbeigezogen, Sex mit einem Unbekannten, den man nicht einmal sieht und dann noch ohne Kondom - völlig unerotisch.
Heeello?
Das ist Fiktion - kein Erfahrungsbericht.
Natürlich ist die Story an den Haaren herbeigezogen - ich erlebe die Geschichten, über die ich schreibe, nicht.
Und ich bin auch nicht im Auftrag des Gesundheitsamtes unterwegs und kläre in meinen Geschichten nicht über die gesundheitlichen Gefahren bei ungeschützem Verkehr auf.
Ich will unterhalten und nicht belehren.
Aber vielleicht sollte ich den Hinweis ernst nehmen: Wenn Schneewittchen Sex mit dem Weihnachtsmann hätte, wäre sicher jedem klar, dass es sich um Fiktion handelt und Schneewittchen nicht erst mit dem Stopschild wedelt und in der Handtasche nach Kondomen kramt.
In USA ist im Moment der Sex mit Fabelwesen populär - auch hier wird niemand erwarten, dass der Tyrannosaurus ein Kondom benutzt.
Vielleicht ist es wirklich eine gute Idee, die Fiktion so zu überziehen, dass wirklich jeder versteht, dass die Story kein autobiografischer Erlebnisbericht ist.

Distribution: Ein neuer Versuch mit Feiyr

Wenn man sein Buch neben Amazon auch auf anderen Plattformen anbieten möchte, kommt man an einem Distributor nicht vorbei. Der wohl bekannteste Distributor ist Neobooks, aber diese Chaostruppe konnte mich auch nach dem zweiten Versuch nicht annähernd überzeugen.
Auf meiner Testreise bin ich bei Xinxii gelandet und nach einigen Startschwierigkeiten bin ich dort auch ganz zufrieden, wenn auch nicht zu 100% überzeugt. Auf jeden Fall ist Xinxii im Vergleich zu Neobooks die bessere Wahl.

Für mein neues Buch habe ich mich nun für Feiyr.com entschieden.
Ursprünglich ist Feiyr als Vertrieb für Independent-Labels digitaler Musikangebote an den Start gegangen, hat sein Angebot nun aber auch auf eBooks ausgeweitet.
Mich hat überzeugt, dass Feiyr seit 2005 am Markt ist und einiges an Erfahrung mitbringt, wenn auch nicht im eBook Bereich, so doch im Indie-Bereich.
Die Freischaltung kostet einmalig 9,95 Euro, eine ISBN gibt es für 0,49 Euro, die eBook Veröffentlichung kostet 4,95 Euro. Dafür sind alle wichtigen Plattformen abgedeckt.
Die Eingabe der Daten ist intuitiv und logisch, Amazon kann man als Vertriebskanal ausschließen.
Die Dateien müssen im mobi und ePub Format vorliegen - werden aber von Feiyr auch kostenlos umgewandelt, wenn man nur ein Word Dokument hat.
Feiyr zahlt 80% der Netto-Erlöse des Distributors = 56% des Netto-Verkaufspreises. Damit kann man gut leben.
Ungewöhnlich auch, dass man sich sein Guthaben ab 25 Euro täglich auszahlen lassen kann und nicht wie bei anderen Anbietern warten muss.
Ich werde hier weiter berichten, wie sich meine Zusammenarbeit mit Feiyr entwickelt. Mein Gefühl sagt mir, dass ich dort gut aufgehoben bin.

Erfahrungen mit Neobooks – eine Chaostruppe im Einsatz!

Nach nun zwei Versuchen ein eBook über Neobooks einzustellen, bin ich erneut sprachlos über die Unprofessionalität, die diese Chaostruppe an den Tag legt.
Ich hatte ja hier bereits geschrieben, dass ich Amazon als Distributionskanal nicht ausschließen kann, weil bei mir die Möglichkeit gar nicht erst angezeigt wird.
Nun hat der Support 3 Tage nachgedacht und kam dann heute mit der überraschenden - und völlig blödsinnigen - Erklärung:
Wenn Sie 9,49 eingeben würden, ginge es. Derzeit sind sie bei einem Preis von 9,99EUR bei Amazon direkt schlechter gestellt und verdienen dort nur 35%.

Die Info, dass ich bei Amazon mit 9,99 Euro schlechter gestellt wäre, ist schlicht und einfach falsch.
Bei Amazon muss man 3% ( Mehrwertsteuer Luxemburg) zum Einstellpreis hinzurechnen.
Stelle ich bei Amazon also ein Buch zum Preis von 9,70 Euro ein, kostet es im Verkauf - und diesen Preis muss ich bei Neobooks angeben, 9,99 Euro.
Und bei 9,70 Euro erhalte ich von Amazon 70% und nicht wie von Neobooks behauptet nur 35%.

Denn sie wissen nicht, was sie tun
Diese Chaostruppe dort bei Neobooks scheint also noch immer völlig ahnungslos im Dunkeln zu tappen.
Versuch 2 ist für mich damit endgültig gescheitert.

Neobooks – ein zweiter Versuch und wieder gescheitert


Schon im März 2013 habe ich über meine ersten Erfahrungen mit Neobooks berichtet, die leider nicht besonders positiv waren.
Nun hat sich der eBook Markt weiterentwickelt und so wollte ich es erneut bei Neobooks versuchen und bin wieder gescheitert, bevor ich mein Buch überhaupt einstellen konnte.
Der Reihe nach: Neobooks bietet seit Juli 2013 an, dass Autoren Amazon als Vertriebskanal ausschließen können. Diese Option hat mir gefallen, denn so kann ich mein Buch selbst bei Amazon einstellen und von den höheren Tantiemen profitieren, während ich über Neobooks die anderen Händler beliefern kann. So dachte ich jedenfalls.
Schon beim Upload habe ich keine Möglichkeit entdecken können, Amazon als Vertriebspartner abzuwählen.
Nun habe ich zunächst gedacht, dass ich etwas übersehen habe und habe gesucht und gesucht - und nichts gefunden. Also musste ich den Support bemühen. Die Antwort kam schnell & prompt:
Wenn der Verkaufspreis zwischen 2,99 und 9,99EUR liegt, dann öffnet sich die Auswahl, in der Sie die Händler bestimmen können.
Nur öffnet sich bei mir gar nichts.
Aus Erfahrung weiß ich, dass Neobooks einen möglicherweise veralteten Browser dafür verantwortlich macht und schreibe den Support erneut an, mit dem Hinweis, dass ich den neuesten Firefox Browser nutze.
Firefox ist der am meisten genutzte Browser im Netz - der Upload sollte also damit uneingeschränkt funktionieren.
Wieder kommt die Antwort schnell:
wählen Sie bitte in Schritt 2 Zusatzangaben/Verkauf den Verkaufspreis zwischen 2,99 und 9,99EUR aus.
Dann erscheint unterhalb des Vertriebsvertrags die Frage, ob Ihr Werk bereits bei anderen Händlern lieferbar ist. Dies beantworten Sie mit JA und dann kommt die Händlerauswahl.

Nun sieht man ja manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht, aber so sehr ich auch auf dieses Fenster starre, es ändert sich nicht. Da ist keine Möglichkeit, Amazon auszuschließen.
Zum Beweis hier ein Screenshot:

neobooks

Hier scheitere ich also zum ersten Mal.
Die nächste Hürde müsste ich bei Dateiupload überwinden. Die Datei, die Amazon problemlos übernommen hat, wird bei Neobooks völlig zerschossen und müsste händisch nachbearbeitet werden.
Dazu fehlt mir die Lust.

Heute nun lese ich auch noch im KDP Forum, dass Neobooks bei einem Autor erstens selbstständig die Kategorien geändert hat, so dass ein Erotikbuch bei einigen Händlern sogar unter Kinderbüchern gelistet war - ein absolutes NO-GO! - aber nicht nur das: bei Sony wurde auch ein falscher Preis übermittelt, so dass es hier Probleme mit der Buchpreisbindung geben könnte.

Mir ist es nach wie vor rätselhaft, dass Neobooks - als Ableger eines namhaften Verlages - offensichtlich noch immer nicht in der Lage ist, eine professionelle Abwicklung zu garantieren.

Damit ist nun also auch mein zweiter Neobooks Versuch gescheitert.
Als Alternative gibt es nach wie vor nicht viele in Frage kommende Anbieter. Bei Xinxii müsste ich für die interessanten Plattformen eine eigene ISBN mitbringen und das kommt für mich nicht in Frage, oder ich versuche es einmal mit feyr.com. Das wäre dann der nächste Versuch, mein Buch abseits von Amazon zu platzieren.

Lektorat – Ja oder Nein? Ja!

Im KDP Forum bin ich auf die Lektorin Claudia Heinen aufmerksam geworden, die mich mit einem Satz überzeugt hat, mein nächstes Buch lektorieren zu lassen.
Sinngemäß ging es darum, dass uns das Gehirn oft einen Streich spielt, wenn wir unsere Texte selbst überprüfen. Wir wissen, dass wir schreiben wollten, dass der Affe AUF einem Baum sitzt, haben aber geschrieben, dass der Affe auch einem Baum sitzt und weil wir im Kopf haben, dass er AUF dem Baum sitzt, ignorieren wir den Fehler.
Hier greift auch kein Rechtschreibprogramm, weil es keinen Rechtschreibfehler gibt.
Dass es inhaltlich nicht stimmt, merkt das Rechtschreibprogramm nicht.

Genau diese Fehler sind mir bei anderen Autoren schon oft aufgefallen, also muss ich davon ausgehen, dass ich sie auch mache.
Das hat mich bewogen, für mein neues Buch das Lektorat von Frau Heinen in Anspruch zu nehmen und ich kann nur sagen: Es hat sich gelohnt!
Ein Beispiel, das zu dem obigen Beispiel passt: Ich habe geschrieben "im Wachstumsstadion", meinte aber natürlich "im Wachstumsstadium".
Solche Patzer hat Frau Heinen mit Humor korrigiert und es hat richtig Spaß gemacht, ihre Korrekturen nachzuverfolgen.
Bei meinem Manuskript sind doch einige Fehler mehr auszumerzen gewesen, als ich gedacht hätte und für mich steht fest: Auch das nächste Manuskript landet bei Frau Heinen auf dem Schreibtisch!
Ich kann sie wirklich nur wärmstens empfehlen!
Hier ist der Link zu ihrer Webseite.