E-Books zum Fest

Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken gehören seit jeher Bücher – und inzwischen auch E-Books. Bereits jeder Fünfte liest E-Books auf Tablet Computern, Smartphones und speziellen E-Readern, die ihrerseits in diesem Jahr zu den populärsten Präsenten gehören. Jeweils 23 Prozent der Bundesbürger wollen ein Tablet oder ein Smartphone verschenken, 12 Prozent einen E-Reader. Damit steigt die Verfügbarkeit an E-Book-fähigen Geräten weiter an. „Besonders zu Weihnachten stellt sich die Frage, wie sich E-Books am besten verschenken lassen“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Digitale Mediendateien können aus urheberrechtlichen Gründen nicht einfach gekauft und dann verschenkt werden. Beim Kauf eines digitalen Buches erwirbt der Käufer nicht das Eigentum an der Datei, sondern ein Nutzungsrecht. Dieses Nutzungsrecht ist nicht ohne weiteres übertragbar. Es gibt jedoch Möglichkeiten, trotzdem E-Books zu verschenken.

E-Book-Gutscheine sind erste Wahl
Die einfachste Variante besteht darin, einen Gutschein bei E-Book-Anbietern zu erwerben. Dieser kann entweder digital versendet oder ausgedruckt übergeben werden. Der Beschenkte kann den Gutschein dann beim jeweiligen Online-Shop einlösen. Zudem gibt es den Trend, Gutscheine zu individualisieren, etwa mit so genannten E-Book-Cards. Diese lassen sich in vielen Buchhandlungen kaufen und zeigen neben dem Cover des ausgewählten Buches eine kurze Beschreibung des Inhalts und des Autors.

Auf das Lesegerät achten
Beim Verschenken von Gutscheinen sollte darauf geachtet werden, welches Lesegerät der Beschenkte nutzt. Wird ein spezieller E-Reader (Kindle, Tolino, Kobo, Sony etc.) für das Lesen von E-Books benutzt, kann es passieren, dass sich die digitalen Präsente wegen fehlender Kompatibilität nicht lesen lassen. Die Mehrheit der E-Reader nutzt das EPUB-Format. Hat der Beschenkte aber einen Kindle, kann der Gutschein nur bei Amazon gekauft werden, da der Online-Händler ein spezielles Format verwendet.

Anders sieht es aus, wenn der Beschenkte einen Tablet Computer oder Smartphone zum Lesen nutzt. Hier gibt es die Möglichkeit, verschiedene Apps zum Lesen zu nutzen, mit denen die Formatfrage umgangen werden kann. So können Apple-Kunden auf dem iPad zum Beispiel auch über die Kindle-App E-Books lesen.

Flatrate für E-Books als Alternative
Alternativ gibt es für Smartphone- und Tablet-Computer-Nutzer noch eine weitere Möglichkeit, E-Books zu verschenken. E-Book-Flatrates ermöglichen nach Zahlung einer monatlichen Gebühr, E-Books zu leihen und in speziellen Apps auf den Geräten zu lesen. Der Beschenkte kann dann innerhalb eines bestimmten Zeitraums, zum Beispiel 30, 60 oder 90 Tage, so viele E-Books lesen wie er möchte. Diese Programme laufen auf allen gängigen Geräten mit iOS- oder Android-Betriebssystem.

Quelle: BITKOM

Amazon.de Kunden küren Nachwuchsautoren beim Amazon Autoren-Preis 2013

Nach einer engen und spannenden Finalrunde stellt sich Petra Richartz als beliebteste Nachwuchsautorin 2013 heraus. Ihr nervenaufreibender Krimi „Verschleppt (Sara Cooper)“ beeindruckt die Kunden am meisten. Mit der Aktion „Entdeckt! Der Amazon Autoren-Preis“ nominiert Amazon.de noch unentdeckte Talente und stellt diese den Kunden vor. Voraussetzung für eine Nominierung ist, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, das sowohl als Kindle-Buch als auch als Printversion zum Verkauf steht. Der Amazon Autoren-Preis zielt darauf ab, neue Talente aus dem deutschsprachigen Raum zu präsentieren und zu fördern.

Petra Richartz gewinnt den Entdeckt!-Preis 2013
Petra Richartz wurde 1978 in Köln geboren und lebt derzeit in Berlin. Ihr erstes Buch „Verschleppt“ bildet den Auftakt zu einer Reihe um die Ermittlerin Sara Cooper in San Diego. Auch die Fortsetzung „Gnadenlos“ ist dieses Jahr erschienen und bietet dem Leser eine nervliche Zerreißprobe. Anders als im ersten Buch verlagert sich die Handlung ins geheimnisvolle Thailand, wo Sara Cooper die mysteriöse Entführung ihrer 18-jährigen Nichte Mia untersucht. „Ich war begeistert, als ich gesehen habe, dass mich die Kunden zur Siegerin gewählt haben. Nie hätte ich gedacht, dass ich mit KDP und CreateSpace so schnell Erfolg haben würde und gleich mit meinem ersten Buch den Amazon Autoren-Preis gewinne“, sagt Petra Richartz nach der Entscheidung.

Die Autorin hat ihr Buch über die Amazon-Self-Publishing-Plattform CreateSpace und über Kindle Direct Publishing (KDP) veröffentlicht. Die beiden Amazon Services erleichtern Nachwuchsschriftstellern den Einstieg in die Autorenwelt. Während Autoren ihre Werke über KDP als eBook zum Verkauf anbieten können, unterstützt sie CreateSpace bei Herstellung und Vertrieb ihrer Werke als Taschenbuch.

Gewinnertitel der 2. und 3. Runde 2013
Für die anderen beiden Teilnehmer der Finalrunde reichte es nicht ganz zum Sieg, aber auch sie werden für ihre Rundensiege von Amazon als Nachwuchsautoren unterstützt. Mit 37% aller Stimmen landet Christine Drews mit ihrem ergreifenden Entführungsdrama „Schattenfreundin“ auf Platz 2. Die selbstständige Autorin schreibt bereits seit 2002 Drehbücher für diverse Formate in Film und Fernsehen und möchte auch die Krimireihe um die Kommissare Charlotte Schneidmann und Peter Käfer fortführen. Der zweite Band sei bereits fertig und für den dritten stehe bereits das Erzähl-Gerüst.

Kerstin Werner, die Gewinnerin der dritten Runde, bekam für ihrem emotionalen Lebensratgeber „Freiheit, ich komme!“ im Finale 23% der Stimmen. Viele ihrer Erfahrungen aus Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung und ihrer Ausbildung finden in ihren Büchern Ausdruck und diese erhalten dadurch eine sehr persönliche Note. Ihr neuestes Werk „Vertrauen ist der Schlüssel“ erschien im Juni dieses Jahres und handelt von Angst, Zweifeln und dem Weg zurück zur Selbstliebe.

Entdeckt! Der Amazon Autoren-Preis wird 2014 fortgeführt
Auch 2014 wird der Amazon Autoren-Preis fortgeführt, um talentierten Nachwuchsautoren den Einstieg in die Autorenwelt zu erleichtern und um Kunden interessante Werke und Romane vorzustellen, auf die sie andernfalls nicht aufmerksam geworden wären. Damit nächstes Jahr auch kleinere Verlage und Autoren die Chance haben am Wettbewerb teilzunehmen, werden diese ihre Werke eigenständig auf der Seite einstellen können. Der Wettbewerb wird in drei Runden ausgetragen, deren Gewinner sich in einer zweiwöchigen Finalrunde noch einmal der Kundenjury stellen. Die Anmeldung startet am 01.01.2014. Ab dem 01.02.2014 können die Amazon.de Kunden abstimmen.

Pornografie bei Kobo ins Visier geraten

Nachdem Kobo von einigen Medien in Großbritannien wegen Verbreitung von Pornografie angeprangert wurde, hat Kobo jetzt die Reißleine gezogen und eine Vielzahl von Büchern aus dem Angebot entfernt.
Betroffen sind überwiegend Bücher von Self-Publishern, die nun erst einmal überprüft werden sollen und bis dahin aus dem Verkauf genommen werden.
Der Vorwurf Bücher über Inzest, Vergewaltigung oder Sex mit Tieren zu verbreiten, kratzt natürlich am Image von Kobo und auch Amazon täte gut daran, die Erotikabteilung stärker unter die Lupe zu nehmen.
Schon die Titel im Erotikbereich bei Amazon sind zum Teil mehr als grenzwertig, die Leseprobe offenbart dann das ganze Grauen und trotzdem werden sie freigeschaltet, während ein vergleichsweise harmloses Cover schon einmal zur Sperrung führen kann.

E-Books erobern den Massenmarkt

Ein Fünftel (21 Prozent) aller Bundesbürger liest elektronische Bücher (E-Books). Das geht aus einer aktuellen Studie des Hightech-Verbands BITKOM hervor, bei der 2.500 Personen zur Nutzung von E-Books befragt wurden. Danach liegt der Anteil der E-Book-Nutzer in der Bücher lesenden Bevölkerung sogar bei 29 Prozent. Nur drei Viertel aller Deutschen lesen Bücher. „E-Books sind in der breiten Bevölkerung angekommen und haben sich zu einem Massenmarkt entwickelt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse. „Das Potenzial für ein weiter hohes Wachstum des E-Book-Marktes ist groß.“ So können sich laut Umfrage 27 Prozent der E-Book-Skeptiker vorstellen, in Zukunft digitale Bücher zu lesen. Gleichzeitig wächst die Basis von Geräten, die sich sehr gut für das Lesen von E-Books eignen. Nach BITKOM-Prognosen werden im Jahr 2013 rund 8 Millionen Tablet Computer und 832.000 spezielle E-Book-Reader in Deutschland verkauft. Berg: „Tablet Computer werden voraussichtlich das wichtigste Mediengerät – auch für E-Books.“

Nach den Ergebnissen der Umfrage gibt es kaum Unterschiede bei der E-Book-Nutzung zwischen Frauen (21 Prozent) und Männern (22 Prozent). Im Vergleich der Generationen sind die Unterschiede ebenfalls moderat. Im Alter von 14 bis 29 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Leser bei 25 Prozent, von 30 bis 49 Jahren bei 26 Prozent. Eine etwas geringere Nutzung gibt es in der Altersgruppe von 50 bis 64 Jahren mit 19 Prozent. In der Generation 65 Plus sind es nur noch 12 Prozent. Hauptgrund dafür ist die deutlich geringere Internetnutzung in dieser Altersklasse.

Mit einem Anteil von 62 Prozent kaufen die meisten E-Book-Nutzer digitale Bücher auf den Webseiten von Online-Buch-Shops wie Amazon, Thalia.de oder Ebook.de.

Knapp ein Fünftel (18 Prozent) kauft E-Books in den vorinstallierten Shops ihrer Lesegeräte, zum Beispiel dem Kindle Store, den Shops von Hugendubel, Weltbild oder dem Bertelsmann Club auf dem Tolino oder dem iBook Store. Immerhin 8 Prozent kaufen direkt bei den Autoren und 6 Prozent auf den Webseiten der Verlage. „Neben dem Kauf einzelner E-Books etablieren sich alternative Nutzungsformen für elektronische Bücher“, sagte Berg. So leihen sich 17 Prozent der E-Book-Leser digitale Bücher in öffentlichen Bibliotheken und 15 Prozent bei kommerziellen Anbietern aus. Ebenfalls 15 Prozent beziehen kostenlose E-Books, etwa Literatur-Klassiker beim „Project Gutenberg“. Insgesamt nutzen 49 Prozent der E-Book-Leser Alternativen zum Kauf einzelner Dateien.

Das am häufigsten gebrauchte Lesegerät ist laut der BITKOM-Umfrage immer noch der Computer: 77 Prozent der befragten E-Book-Leser nutzen Desktop-PC, Notebook oder Netbook, um digitale Bücher zu lesen. „E-Books werden in den meisten Fällen erst auf den Computer geladen und dann auf ein anderes Lesegerät übertragen“, erläutert Berg. So nutzen drei Viertel der „Computer-Leser“ ihre E-Books auf mindestens einem weiteren Gerät. Überraschend stark schneiden Smartphones ab: 58 Prozent lesen E-Books auf Smartphones. Erst danach folgen Tablet Computer mit 21 Prozent und spezielle E-Reader mit 18 Prozent.

Entscheidender Grund für die Nutzung von E-Books ist deren leichte Verfügbarkeit. 54 Prozent nutzen E-Books, weil sie immer „griffbereit“ sind. Fast genauso wichtig ist den Lesern, dass sie über das Internet sehr einfach und schnell neue Bücher kaufen oder leihen können (53 Prozent). Das geringe Gewicht nennen 42 Prozent und die besonderen Funktionen von E-Books 41 Prozent der Befragten. Die mit Abstand beliebteste Funktion ist das digitale Lesezeichen, das zwei Drittel aller E-Book-Leser nutzen. Ein Drittel verwendet die Stichwortsuche, ein Viertel macht sich Notizen und jeweils ein Achtel markiert Textstellen oder nutzt die Übersetzungsfunktion. Berg: „E-Book-Leser haben ihr gesamtes Bücherregal immer in der Tasche, entweder im Gerät oder in der Cloud.“

Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Marktforschungsinstitut ARIS 2.528 Personen ab 14 Jahren befragt. Darunter sind 539 E-Book-Nutzer, die vertiefend befragt wurden. Die Umfrage ist repräsentativ. Eine Publikation mit den detaillierten Umfrageergebnissen ist über die Bitkom Research GmbH erhältlich: www.bitkom-research.de
Quelle: BITKOM

E-Book-Portale: Mängel in den AGB kostet Amazon den Testsieg

Im Test von E-Book-Portalen bietet der Marktführer Amazon zwar ein breites Buchsortiment und den meisten Komfort bei Einkauf und Nutzung. Sehr deutliche Mängel in den Geschäftsbedingungen kosten ihn aber den Testsieg. Auch den Datenschutz der Android-App bewertet die Stiftung Warentest kritisch. Stattdessen teilen sich die deutschen Anbieter Buecher.de und eBook.de den ersten Platz, berichtet die Zeitschrift test in der Oktober-Ausgabe.

Im Test waren zehn E-Book-Portale. Das Kaufen von E-Books klappt bei allen Portalen. Rundum überzeugen kann aber keines. Insgesamt vergaben die Tester sechs Mal „befriedigend“, drei Mal „ausreichend“ und einmal „mangelhaft“.

Preisunterschiede zwischen den Portalen gibt es nicht, die E-Books kosten meist 10 bis 20 Prozent weniger als gedruckte Ausgaben. Die Unterschiede liegen vor allem in der Breite des Sortiments, dem Komfort bei Kauf und Nutzung und im Bereich Datenschutz.

Das breiteste Sortiment führen Apple und Amazon. Beide Anbieter setzen jedoch auf ein geschlossenes System. Die E-Books können nur mit den eigenen Geräten und Apps gelesen werden. Bei allen anderen Portalen können ihre Nutzer flexibler zwischen Anbietern wechseln oder Bücher von unterschiedlichen Portalen auf einem Lesegerät kombinieren.

Am schmalsten ist das Sortiment bei Google und beim kanadisch-japanischen Buchhändler Kobo. Auch beim Telekom-Portal PagePlace ist das Angebot aktueller Belletristik relativ dünn.

Beim Umgang mit Nutzerdaten ist eBook.de vorbildlich: Die Lese-Apps senden keine unnötigen Daten und in den AGB gibt es keine Mängel. Amazon, Apple, Kobo und Sony leisten sich dagegen deutliche oder sehr deutliche Mängel in ihren AGB. Etliche Tablet-Apps im Test schicken zudem eindeutige Gerätekennungen an ihre Anbieter.

Der ausführliche Test E-Book-Portale erscheint in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27.09.2013 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/e-book-portale erhältlich.