Geringere Mehrwertsteuer für E-Books gefordert

Fast neun von zehn (87 Prozent) Bundesbürgern fordern eine Absenkung der Mehrwertsteuer für elektronische Bücher (E-Books) auf den ermäßigten Satz von 7 Prozent. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 2.310 Personen hervor. Mit der Absenkung würde für E-Books der gleiche Mehrwertsteuersatz gelten wie für gedruckte Bücher, die als Kulturgut angesehen und deshalb steuerlich begünstigt werden. „Die Angleichung der Mehrwertsteuersätze von E-Books und gedruckten Büchern ist längst überfällig“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „E-Books sind ein wichtiges Medium zur Förderung des Lesens und der kulturellen Bildung. Die Diskriminierung von E-Books gegenüber gedruckten Büchern muss beendet werden.“ Derzeit profitierten sogar Druckerzeugnisse wie Broschüren oder Plakate von der verringerten Mehrwertsteuer. Nur 8 Prozent der Befragten sprechen sich laut Umfrage dafür aus, dass E-Books und gedruckte Bücher steuerlich weiterhin unterschiedlich behandelt werden. Weitere 5 Prozent sind der Ansicht, dass die Mehrwertsteuer auch für gedruckte Bücher auf den sonst üblichen Satz von 19 Prozent angehoben werden sollte.

Eine Absenkung der Mehrwertsteuer für E-Books scheitert aus Sicht der Bundesregierung derzeit an europarechtlichen Fragen. Die EU-Kommission hat gegen Frankreich und Luxemburg beim Europäischen Gerichtshof ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, weil diese Staaten ihre Mehrwertsteuersätze für E-Books bereits auf 7 Prozent bzw. 3 Prozent gesenkt haben. Als Grund für die Klage werden mögliche Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU angeführt. „Das Mehrwertsteuergefälle zwischen gedruckten und digitalen Büchern wirkt in der Praxis wie eine Innovationsbremse“, sagt Rohleder. Der Trend zu E-Books werde gebremst, weil diese wegen der im Vergleich höheren Steuer künstlich verteuert würden. Das verringere den Druck auf die Verlage, den digitalen Wandel voranzutreiben. „Die EU-Staaten sollten sich möglichst schnell auf einheitliche, niedrige Steuersätze einigen“, forderte Rohleder.

Aus Sicht des BITKOM besteht auf nationaler Ebene für die Bundesregierung ausreichend Spielraum für eine Angleichung der Steuersätze, ohne dabei gegen EU-Recht zu verstoßen. Nach dem EuGH-Urteil vom 11. September 2014 (C219/13-K) ist es Aufgabe der Mitgliedstaaten, innerhalb des von der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie gesteckten Rahmens zu bestimmen, welche Produkte und Dienstleistungen von einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz profitieren. Dabei dürfen gleichartige Produkte, die miteinander im Wettbewerb stehen, steuerlich nicht unterschiedlich behandelt werden. „Gedruckte und elektronische Bücher haben vergleichbare Eigenschaften und werden gleichartig konsumiert“, sagte Rohleder. Daher müsse der deutsche Gesetzgeber gedruckte Bücher und E-Books umsatzsteuerrechtlich gleichstellen.

Nach den Ergebnissen der BITKOM-Umfrage liest derzeit fast jeder vierte (24 Prozent) Bundesbürger E-Books. Ein weiteres Drittel (32 Prozent) der Befragten kann sich vorstellen, in Zukunft E-Books zu lesen. 22 Prozent der Nutzer von E-Books sagen, dass sie mehr Bücher lesen, seitdem sie diese in digitaler Form nutzen.

Der BITKOM hat zum Thema Mehrwertsteuer auf E-Books eine Stellungnahme veröffentlicht, die im Internet abrufbar ist unter http://www.bitkom.org/de/publikationen/66702_80844.aspx

Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris Umfrageforschung durchgeführt hat. Dabei wurden im September 2.310 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 562 E-Book-Nutzer.

Quelle: BITKOM

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Jeder vierte Bundesbürger liest E-Books

Fast jeder vierte (24 Prozent) Bundesbürger liest elektronische Bücher (E-Books). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 2.300 Personen hervor. Im Vorjahr lag der Anteil der E-Book-Leser noch bei 21 Prozent. Da nur drei Viertel aller Deutschen Bücher lesen, liegt der Anteil der E-Book-Nutzer an der Bücher lesenden Bevölkerung sogar bei 33 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). „E-Books haben sich als feste Größe im digitalen Medienmix etabliert“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Dr. Christian Illek im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse bei Vorstellung der Studie. „Immer mehr Leser schätzen die Vorteile digitaler Literatur.“ Neben dem großen Angebot an verfügbaren Titeln zählen dazu die interaktiven Funktionen von E-Books. Illek: „E-Book-Leser haben jederzeit Zugriff auf zahllose Bücher, erhalten Zusatzinformationen zum Text und können ihre Leseerfahrungen im Internet mit anderen teilen.“ Die Studie zeige, dass immer mehr Nutzer ihre digitalen Bücher auf mehreren Geräten parallel lesen. Darüber hinaus etablierten sich alternative Nutzungsmodelle wie monatliche E-Book-Flatrates.

Nach den Ergebnissen der Umfrage sind E-Books über die verschiedenen Altersgruppen hinweg gleichermaßen beliebt. 31 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen und 30 Prozent der 30- bis 49-Jährigen lesen E-Books. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 27 Prozent. Erst in der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt die Nutzung mit 10 Prozent deutlich niedriger. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Nicht-Nutzer von E-Books kann sich vorstellen, in Zukunft digitale Bücher zu lesen. „Das Marktpotenzial von E-Books ist gewaltig“, betonte Illek. Dazu trage auch die wachsende Gerätebasis bei. Nach BITKOM-Prognosen werden im laufenden Jahr 9,2 Millionen Tablet Computer (plus 15 Prozent) und 1,2 Millionen reine E-Reader (plus 12 Prozent) verkauft.

Allerdings sind die am weitesten verbreiteten Lesegeräte immer noch Laptops bzw. Netbooks, die 56 Prozent der E-Books-Nutzer verwenden. 44 Prozent lesen E-Books auf dem Smartphone und 32 Prozent auf einem stationären Computer. 30 Prozent der befragten E-Book-Nutzer lesen auf dem Tablet Computer und 27 Prozent mit dem E-Reader. „E-Book-Leser sind nicht auf ein Gerät festgelegt. Ein Fünftel liest parallel auf unterschiedlichen Geräten wie Tablet, Smartphone und E-Reader“, sagte Illek. Die Synchronisierung erfolgt durch die Speicherung der Bücher in der Cloud, die dann entweder direkt auf dem E-Reader oder über spezielle Apps auf Smartphones und Tablets abgerufen werden können. Damit haben Nutzer an jedem Ort mit Internetzugang Zugriff auf ihre Bücher.

Die beliebteste technische Funktion von E-Books ist das digitale Lesezeichen. Gut zwei Drittel (69 Prozent) der befragten E-Book-Leser nutzen sie. Gleichauf liegt mit 68 Prozent die Veränderung der Schrift: Größe, Zeilenabstand oder Schrifttyp können angepasst werden. Ein gutes Drittel (38 Prozent) verwendet die Stichwortsuche, ein Viertel (26 Prozent) macht sich Notizen und ein Fünftel markiert Textstellen. 17 Prozent nutzen die Übersetzungsfunktion. Illek: „E-Books bieten hier einen echten Mehrwert gegenüber gedruckten Büchern.“

Die wichtigsten Bezugsquellen für E-Books sind mit 63 Prozent Online-Buchshops wie Amazon, Buch.de, Ebook.de oder Thalia.de. Gut ein Viertel (27 Prozent) der Befragten kauft Bücher in den vorinstallierten Shops der Lesegeräte. Immerhin 14 Prozent kaufen direkt bei den Autoren und 9 Prozent auf den Webseiten der Buchverlage. „Immer mehr Autoren und Verlage erkennen die Chancen des Internets für die Selbstvermarktung und den Direktverkauf“, sagte Illek. 15 Prozent der Befragten sagen, dass sie kein Geld für E-Books ausgeben.

Neben dem Erwerb einzelner E-Books etablieren sich alternative Formen der Nutzung. Insbesondere das Ausleihen digitaler Bücher entwickelt sich zu einem wichtigen Trend. Ein Viertel der Befragten leiht E-Books über öffentliche Bibliotheken aus. Im vergangenen Jahr waren es erst 17 Prozent. Das Ausleihen bei kommerziellen Anbietern wächst leicht auf 16 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent). Entsprechende Dienste bieten monatliche Pauschaltarife für die Nutzung einer bestimmten Anzahl von E-Books. 25 Prozent der E-Book-Nutzer lesen frei verfügbare elektronische Bücher, zum Beispiel aus dem „Project Gutenberg“ – im Vorjahr waren es erst 15 Prozent. 6 Prozent zahlen pro Seite, was vor allem bei wissenschaftlichen Publikationen von Bedeutung ist. In der Summe nutzt gut die Hälfte (52 Prozent) der E-Book-Leser Alternativen zum Kauf einzelner Dateien.

Ein Viertel (26 Prozent) der E-Book-Nutzer teilt Leseerfahrungen im Internet mit anderen. Mit Abstand am beliebtesten ist das Schreiben von Rezensionen in Online-Shops: 14 Prozent der Leser machen davon Gebrauch. Immerhin 8 Prozent nutzen Apps, mit denen man Textstellen markieren und diese mit anderen teilen kann. Weitere 3 Prozent machen das freihändig, in dem sie den Text kopieren und die Inhalte zum Beispiel in sozialen Netzwerken teilen.

Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris Umfrageforschung durchgeführt hat. Dabei wurden im September 2.310 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 562 E-Book-Nutzer.

Quelle: BITKOM

BITKOM begrüßt Senkung der Mehrwertsteuer für E-Books

Der Hightech-Verband BITKOM hat die von der Bundesregierung geplante Angleichung des Mehrwertsteuersatzes von E-Books und Hörbüchern an das Niveau gedruckter Bücher begrüßt. „Buch ist Buch, egal ob gedruckt, digital oder als Hörbuch“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „E-Books tragen zur Leseförderung und zur Verbreitung kulturellen Wissens bei.“ Daher sei es ein längst überfälliger Schritt, elektronische Bücher den gedruckten Büchern steuerlich gleichzustellen. Bislang gilt in Deutschland der reduzierte Mehrwertsteuersatz in Höhe von 7 Prozent nur für gedruckte Bücher. Für E-Books und Hörbücher wird dagegen der vollen Satz in Höhe von 19 Prozent fällig. „Steuersystematisch sind zwar einheitliche Steuersätze der beste Weg. Wenn aber eine Ausnahme von dieser Maßgabe sinnvoll ist, dann beim Kulturgut Buch“, sagte Rohleder. Zudem trage die Angleichung der Mehrwertsteuersätze dazu bei, den Strukturwandel im europäischen Verlagswesen zu beschleunigen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Nach einer repräsentativen BITKOM-Umfrage lesen 21 Prozent der Bundesbürger E-Books. In der Bücher lesenden Bevölkerung liegt der Anteil der E-Book-Nutzer sogar bei 29 Prozent. Das beliebteste Lesegerät ist laut der Umfrage das Smartphone: 60 Prozent der E-Book-Leser nutzen Smartphones. 57 Prozent gebrauchen Notebooks, um digitale Bücher zu lesen. 34 Prozent lesen E-Books auf stationären Computern. Erst danach folgen Tablet Computer mit 29 Prozent und spezielle E-Reader mit 25 Prozent.

Quelle: BITKOM

Amazon Publishing startet deutschsprachiges Verlagsprogramm

Das Programm startet mit neuen Titeln der deutschen Beststellerautoren Emily Bold und Alexander Hartung

Amazon Publishing gibt heute die Einführung eines neuen Verlagsprogramms in deutscher Sprache unter dem Dach von Amazon Publishing bekannt. Das europäische Amazon Publishing Team wird Belletristik in deutscher Sprache akquirieren und als eBook auf dem Kindle sowie als Printausgaben auf Amazon verfügbar machen.

„Für die deutschen Übersetzungen, die von Amazon Publishing bereits veröffentlicht wurden haben wir schon viel positives Feedback von Lesern bekommen. Wir freuen uns, dass Sarah Tomashek uns nun als Publisher mit ihrem Team in München dabei unterstützt, großartige deutschsprachige Autoren einem breiteren Publikum vorzustellen,“ sagt Jorrit Van der Meulen, Vice President of Kindle, EU.

Das Programm startet im Frühling 2014, inklusive folgender Titel:

- Klang der Gezeiten, ein neuer zeitgenössischer Belletristiktitel der weltweit erfolgreichen Bestsellerautorin Emily Bold
- Ein neuer Kriminalroman mit dem Berliner Polizeiermittler Jan Tommen von Beststellautor Alexander Hartung sowie eine neue Ausgabe des ersten Buchs der Reihe Bis alle Schuld beglichen (Ein Jan-Tommen-Thriller)
- New York für Anfängerinnen, der romantische Bestseller-Debütroman von Susann Remke, Chefin des New Yorker Büros des Magazins FOCUS.

„Ich habe mich entschlossen, mein neues Buch Klang der Gezeiten mit Amazon Publishing zu veröffentlichen, weil ich damit einen visionären Verlagspartner an meiner Seite habe, der flexibel auf die rasanten Veränderungen des Buchmarkts reagieren kann“, sagt Emily Bold, deren frühere Werke Vanoras Fluch (Touch of Eternity) und Im Schatten der Schwestern (Breath of Yesterday), beide aus der „The Curse“-Reihe, in englischer Sprache von Amazon Publishing herausgegeben wurden. „Meine bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit mit Amazon Publishing in den USA hat mich in meiner Entscheidung bestärkt, meine Bücher auch in Deutschland über Amazon Publishing zu veröffentlichen.“

Dieses neue internationale Programm baut auf der bestehenden Unterstützung von deutschen Autoren durch die internationale Verlagsmarke AmazonCrossing von Amazon Publishing auf. Über AmazonCrossing werden viele der neu akquirierten Werke von deutschen Autoren in englischer Sprache veröffentlicht. Die englische Übersetzung von Oliver Pötzschs Die Henkerstochter (The Hangman’s Daughter) von AmazonCrossing war an der Spitze der Kindle Bestsellerliste. Von den englischsprachigen Versionen der gesamten Henkerstochter-Reihe von Pötzsch wurden weltweit mehr als eine Million Buch-, Hörbuch- und Kindle-Fassungen verkauft. Auch andere deutsche Autoren wie etwa Dörthe Binkert, Christoph Spielberg und Sarah Lark haben auf Englisch mit Amazon Publishing bereits Bestsellerstatus erreicht.

Darüber hinaus veröffentlicht AmazonCrossing deutsche Übersetzungen von ausgewählten englischsprachigen Werken. Seit dem Launch der ersten deutschsprachigen Titel der Verlagsmarke im Juli 2012 haben es sechs Titel des Verlags auf den ersten Platz der deutschen Kindle-Bestsellerliste geschafft.

„Amazon Publishing hat in den letzten fünf Jahren konsequent daran gearbeitet, ein Publikationsumfeld aufzubauen, in dem die Autoren im Mittelpunkt stehen und die Leser außergewöhnliche Belletristik und Sachbücher aus der ganzen Welt entdecken können“, so Sarah Jane Gunter, Director of International Publishing. „Wir hatten schon großen Erfolg damit, deutsche Spitzenautoren über AmazonCrossing auch englischsprachigen Lesern nahezubringen. Deswegen freuen wir uns jetzt sehr, neue deutschsprachige Autoren zu entdecken und zu entwickeln, indem wir selbst deutsche Werke erwerben und veröffentlichen.“

Wenn Sie an weiteren Informationen über Amazon Publishing interessiert sind, besuchen Sie die Website www.apub.com.